Drachenfest Travemünde
 
     
     
 
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Leos Tagebuch, Mai 2003  

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  Samstag, 31. Mai 2003    
 

"Wer durch die Vorderreihe fährt, bestimme ich!", soll es aus der Lübecker Verwaltung gewiehert haben, "schließlich sei die Vorderreihe ja verkehrsberuhigt ... und überhaupt ... da könnte ja jeder....!" - Sie kennen das ja.

Und so wurden die Harley-Davidson-Fahrer an den Rand gedrängt - die kennen das ja - und durften sich gerade mal auf dem Vorplatz zur Priwallfähre versammeln, um dann, voll an Travemünde und Zehntausenden von Gästen vorbei, in Richtung Lübeck abzufahren.

 
 Das kann eben nicht jede(r)!
 
 

Ansonsten ist Travemünde von sportlicher Fairness erfüllt: Volleyball und Beach-Soccer und natürlich die Windsurfer - aber da hat der Wind auch heute wieder nicht gereicht, und die Boards blieben weitgehend an Land.

Nicht vergessen: Morgen ist Anbaden, dann geht unser Kurdirektor, Herr Kirchhoff, baden. Das sehen Sie auch nicht alle Tage. - Mit Musik und Kaffee und Kuchen und alten Badekostümen

 
 An den Rand gewiehert!!
 
  Freitag, 30. Mai 2003    
 

Seit 9 Uhr hat sich der Wind in drei Stunden immerhin von Flaute auf Windstärke 2 hochgehangelt, aber das reicht noch längst nicht für die Wettfahrten der Windsurfer.

Ansonsten ist das Wetter wieder traumhaft. Der 12:30-Zug hat gerade eine stattliche Anzahl von Sonnenhungrigen ausgespuckt, die Richtung Strand ziehen.

Heute noch im Travemünde-Programm:
19:30 Uhr: Der Fall Cap Arcona
Ort: Ostsee-Akademie

 

 

 
 Warten auf den Wind
 
  Himmelfahrt, 29. Mai 2003    
 

nachmittags:

Und sie sind alle gekommen!
Das Kreuzfahrtschiff "Sun Bay" kam gegen Mittag und imponiert weniger durch seine Größe als durch seine Eleganz. Auch die Männer und Frauen auf den Harleys sieht man allenthalben. Am Samstag starten sie gegen 11:30 Uhr vom Parkplatz am Baggersand zu einer Tour durch Travemünde.

Die Windsurfer warten noch auf etwas: den Wind. Noch konnte keine Wettfahrt gestartet werden.

 

 
 Die "Sun Bay": Nicht groß, aber sehr edel
 
 

morgens:

Wahnsinn! Das hölzerne Gestell, auf das früher die Veranstaltungsplakate aufgekleistert wurden, ist gegen einen Schaukasten ersetzt worden, und die Plakate sind nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt. Gerade rechtzeitig, es ist nämlich einiges los in Travemünde in den kommenden Tagen:

  •  29.5. - 1.6. Deutscher Windsurf Cup
  •  31.5. Beach Soccer Cup mit    Rahmenprogramm. Samba-Rhythmen!
  •  31.5. Jubiläum! 30 Jahre Maritim-Hotel
  •  1.6. Anbaden, Brügmanngarten und Strand,  mit Musik und Kaffee & Kuchen
  •  2.6. Luxusliner "Oriana", Skandi
  •  3.6. Luxusliner "Funchal",  Ostpreußenkai

 

 Veranstaltungstipps jetzt unter Glas
 
  Mittwoch, 28. Mai 2003    
 

Kommen Sie oder kommen sie nicht? - Die Traumschiffe. Die "Viking Bordeaux", angekündigt für den 1.6., kommt sicher nicht (pleite, heißt es), dafür soll aber die "Sunbay" bereits am 29.5. einlaufen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfen wir die 260 Meter lange "Oriana" - den größten Luxusliner in diesem Jahr - in aller Herrgottsfrühe am 2. Juni erwarten. Sie soll dann aber bis 22 Uhr am Skandinavienkai liegen.

 

 260 Meter lang ist die "Oriana"
 
  Auch die "Funchal" ist mit immerhin 152 Metern Länge ein Leckerbissen und wird zum Anfassen nahe für den 3. Juni von 13 bis 19 Uhr am Ostpreußenkai in der Vorderreihe erwartet. Weitere Schiffsankünfte unter www.fotohaus-pamperin.de/ankunft.htm  
  Kommen Sie oder kommen sie nicht? - Die Männer (und Frauen) auf den Harley-Davidson-Maschinen - die weder Geräusche und noch weniger Lärm verursachen: Sie sprechen: "Potato, potato, potato....". In Hamburg feiern sie das 100jährige Jubiläum der "Harley", und sie machen einen Abstecher nach Travemünde (auf Einladung des Verkehrsvereins Travemünde). Sie kommen, heißt es, sie werden auf der "Passat" übernachten. Werden Sie auch einmal durch die "verkehrsberuhigte" Vorderreihe fahren dürfen?! - Kaum ist es noch zu vernehmen aus dem Behördendickicht: "Potato, Potato, Potato.... Wir werden sehen.... und hören.
 "Potato, potato, potato...."
 
  Sonntag, 25. Mai 2003    
 

Trillerpfeifen gellten schrill über die mitternächtliche Strandpromenade - Protest gegen den "Flüstererlass" der Lübecker Umweltsenatorin, die die Lärmschutzgesetze sehr strikt angewendet und ab 22 Uhr auf den Freibühnen nur noch 50 Dezibel ("anfahrendes Auto") erlaubt hatte. - Das war zur Travemünder Woche 2002.

Um einen solchen Eklat - "die Stadt macht sich lächerlich!" - in diesem Jahr zu vermeiden, setzten sich die Betroffenen vorab zusammen - im "Maritim", wo das Gros der Beschwerdeführer residiert - und erarbeiteten einen Kompromiss:

 
 Auch in Travemünde darf gefeiert werden!
 
  Freitag und Samstag gibt's bis Mitternacht Musik, sonst bis 23 Uhr. Außerdem wird eine neue Beschallungstechnik eingesetzt: Mehr Lautsprecherboxen werden so angeordnet, dass sie imstande sind, die Anwohner um 10 Dezibel zu schonen. - Na, geht doch!  
  Donnerstag, 15. Mai 2003    
 

Was könnte gelber sein als Raps?! Heute hab' ich's endlich geschafft: Mit dem Fahrrad 'raus nach Ivendorf, Rönnau, Teutendorf - Travemünde ist umgeben von Rapsfelder.

Der Regen der letzten Tage - so sehr er uns bei Spaziergängen auch missfallen haben mag - hat dem leuchtenden Gelb ein sattes Grün an die Seite gestellt.

Heute war die Luft unglaublich klar. Die Rapsfelder leuchteten aus Mecklenburg herüber.

P.S.: Die Entenküken sind jetzt nur noch sieben. Einem ist wohl doch etwas begegnet, wovor es hätte Angst haben sollen...

 
  Immer wieder schön: Die Rapsblüte
 
 
  Raps... gut...
  ... für die Augen...
  ...und die Sinne.
  Augenschmaus.
  Rapsöl:
  gesund im Salat,
  als Treibstoff ...
 ...umweltfreundlich 
 
  Sonntag, 11. Mai 2003    
 
  Neuer Glanz in alten Mauern
 
 

Die schwarzen und silbergrauen Limousinen stauten sich auf der Zufahrt zum Parkplatz. Mit anderen Worten: Das Hotel "Vier Jahreszeiten - Casino Travemünde" wurde gestern abend feierlich eröffnet. Möge es seinem eigenen Anspruch gerecht werden, wonach es wieder "der kulturelle Mittelpunkt Travemündes" werden soll.

Das können wir hier gut brauchen.

 
  Donnerstag, 8. Mai 2003    
 

Die ersten Entenküken sind da! Und gleich acht Stück. Ein bisschen arg zersaust sind sie noch, aber quickklebendig und noch scheint ihnen wenig begegnet zu sein, wovor sie Angst haben müssten.

Die frisch gebackene Entenmutter hat reichlich zu tun und zu quaken, um die flinken Ausflüge in die neue Welt abzusichern.

Und das alles bei strahlendem Sonnenschein und wohliger Wärme!

  Acht auf einen Streich!
 
 
  Besser zu Wasser
  ...als zu Land,
  aber immer...
 ...guten Mutes!  
 
  Samstag, 3. Mai 2003    
 

Wenn man nicht gerade auf strahlend sonniges Maiwetter geeicht war, dann ist heute wieder ein hoch interessanter Sturmtag gewesen.

Die großen Schiffe erhielten Begleitschutz von Schleppern, damit Sie sich bei Sturmböen nicht selbständig machten. "Axel" ließ die "Nils Holgersson" beim Einlaufen nicht aus den Augen. (Schlepper "Axel" ist im vorletzten Winter bei einer ähnlichen Aufgabenstellung mal arg von "Robin Wood" verbeult worden.)

 
  "Axel" bei der Arbeit
 
       
  Donnerstag, 1. Mai 2003
 
 

Also, das müssen Sie schon zugeben: Solche Regenbögen gibt es nur, wenn's regnet. Und überhaupt: Hier an der Küste gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur unzweckmäßige Kleidung.

Vielleicht ist Ihre Planung auch schlecht. Ja, müssen Sie denn Ihr Mittagessen ausgerechnet dann zu sich nehmen, wenn gerade mal die Sonne scheint?! Da hätten Sie auch noch bis zum nächsten Schauer warten können! Sie müssen das positiv sehen: Lassen Sie sich von unserem Wetter die Planung abnehmen!

Zugegeben: Petrus scheint zu pennen, hat einfach das letzte Kalenderblatt nicht abgerissen und macht noch einen auf April.

Das mit dem Frühlingsgrün hat ja schon ganz gut geklappt, die Natur wuchert geradezu und sieht nach dem Regen wie blank geputzt aus.

Und erst der Maibaum!!!

 
  Kein Regenbogen ohne Regen!
 
 
  Schön ist er, oder?
 

Travemünde hat jetzt wieder einen Maibaum. Wieder? Niemand auf dem Marktplatz vor der St. Lorenz Kirche konnte sich erinnern, dass es hier jemals einen gegeben hätte. (Nur das Vogelschießen auf dem Leuchtenfeld - dat Vagelscheeten - aber das ist ja auch schon ein Weilchen her.)

Heute wurde der Maibaum aufgestellt - von der Freiwilligen Feuerwehr und der Handwerkergemeinschaft.

Auf dem Marktplatz steht ja auch der Otto-Timmermann-Brunnen. Ehrlich gesagt, war ich ja ein bisschen skeptisch, ob die "richtigen" Kinder die "versteinerten" Kinder am Brunnen annehmen würden.

Aber meine Sorge war unbegründet. Ein Herz und eine Seele! Schauen Sie selbst!

 
     
 
 
  
  
 
 
 

 

 
   
 
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