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Veranstaltungskalender

   
   


Leo Leuchtturms Tagebuch:

 

Travemünde .Netz im Juli:
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von 18.394 Seitenbesuchern!

Mittwoch, 30. August 2006  
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"Sand World"

Die Sonne scheint! Schön! Und das soll heute sogar noch einige Stunden anhalten. Zum Wochenende hin soll der Sommer ja sogar ein bisschen zurückkehren.

Über das Wetter wollte ich aber gar nicht reden, sondern Ihnen sagen, dass Sie sich jetzt wirklich allmählich in Bewegung setzen müssen, wenn Sie die Sand World 2006 noch sehen wollen. Bis zum Sonntag hat sie noch geöffnet, und dann noch einmal am 4.9. für Blinde und deren Begleitpersonen. (Gruppen bitte anmelden unter 04502 309302)

Auch ansonsten wird in Travemünde zum Monatswechsel noch einiges geboten. Manches davon sieht man nicht einmal: Um "Henry" (oder "Henriette"?), den Finnwal, sorgen sich seit einigen Tagen die "Lübecker Nachrichten" und "Greenpeace". Manch einer hat sogar seine Umrisse oder seine Rückenflosse zu Gesicht bekommen. Erst besuchte er Flensburg, dann Kiel und sah sich dann ausgiebig in Travemünde und sogar im Lübecker Hafen um. Jetzt scheint er abgetaucht zu sein und findet hoffentlich seinen Weg ins Nordmeer, wo er um diese Jahreszeit hingehört.

Shake the Sea

"Shake the Sea"

"Shake the Sea!" heißt es schon morgen im großen Ballsaal des "Hotel Columbia - Casino Travemünde". Die Großen der Boogie-Woogie-Szene treffen sich in Travemünde, unter anderem Vince Weber, Jo Bohnsack und Richie Loidl, die sich teilweise schon beim hoch erfolgreichen "Shake the Lake" am Wolfgangsee hervorgetan haben. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, der Eintritt kostet EUR 30,-. (Karten unter Telefon 04502 - 3080)

Eine der schönsten Veranstaltungen im Travemünder Sommerprogramm fehlt aber noch: Das Lichterfest im Godewindpark:

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Lichterfest 2005

Der "Kurbereich" hat - in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Travemünde und ansässigen Gastronomen - wieder ein attraktives Programm zusammengestellt, in dessen Mittelpunkt die illuminierten Teiche im Godewindpark stehen.

Ab 20.00 Uhr spielt das „Casanova Salonorchester“ und um 21.00 Uhr startet der Laternenumzug vom Brügmanngarten in Richtung Godewindpark unter der musikalischen Begleitung des Spielmannszuges Rot-Weiß-Moisling. Die Fackeljonglage der Berliner Performancekünstler „The Beefcake Boys“ findet um 22.10 Uhr auf einem Schwimmponton auf dem Godewindteich statt. Die Feuerwerkinszenierung, die u.a. zur Filmmusik aus „Der Herr der Ringe“ geschaffen wurde, beginnt um 22.30 Uhr. Alle Gäste des Lichterfestes sind herzlich eingeladen, als "Eintritt" und Festbeitrag ein Licht mitzubringen. Die schönsten drei Lichtkreationen werden prämiert.

Sie müssen übrigens nicht gleich nach Hause gehen, wenn das Feuerwerks zu Ende ist. Die Stände, die für Ihr leibliches Wohl sorgen, sind noch länger geöffnet. Lassen Sie das Lichterfest langsam ausklingen.

Weitere Programmangebote finden Sie in unserem Veranstaltungskalender

Na, dann wünsche ich ein schönes Wochenende in Travemünde!

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Montag, 28. August 2006  
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Die "Deutschland" am Ostpreußenkai

Die Kreuzfahrersaison geht allmählich zu Ende, aber sie endet nicht ohne Höhepunkte. Heute war das Traumschiff "Deutschland" zu Besuch in Travemünde, und ich will Ihnen Fotos von gleich drei Fotografen präsentieren.

Als Karl Erhard Vögele unterwegs war, meinte es die Sonne noch etwas besser mit uns und die "Deutschland" strahlte am Ostpreußenkai. Der Fotograf stammt nicht aus Travemünde - der Name verweist in schwäbische Regionen - lebt jetzt aber hier und zu seinen Hobbies gehört die Fotografie. Mehr schöne Travemünde-Fotos von Karl Erhard Vögele, auch aus der Maritim-Vogelperspektive, finden Sie auf seiner Internetseite www.ostsee-eule.de.

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Die "Deutschland" an der Vorderreihe

Nachmittags kriegte die "Deutschland" zwar immer noch etwas Sonne ab, aber da braute sich schon was zusammen, wie Sie auf dem aus der Vorderreihe aufgenommenen Foto sehen können.

Als sie schließlich...

 

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Die "Deutschland" legt ab

...um 17.02 ablegte, da weinte der Himmel. Sie können sehen, wie elegant das Schiff mit Hilfe des Seitenstrahlruders Distanz zur Kaimauer gewinnt. Der Fotograf? Tja, da stand niemand im Regen, da kommt auch niemand hin in den Sicherheitsbereich am Ostpreußenkai. Das ist eine der tollen Webcams von Dzulko-Ferienwohnungen. Hier können Sie Schiffe nicht nur ablegen sehen, sondern am selben Ort gibt es noch eine zweite Kamera, die flußabwärts schaut, und da hätten sie der "Deutschland" noch hinterherwinken können.

Sie müssen nicht in tiefe Verzweiflung verfallen, wenn Sie die "Deutschland" heute verpasst haben, am 3. September kommt sie noch einmal, aber dann ist wirklich Schluss mit der Kreuzfahrtschiff-Saison 2006 in Travemünde. Zum Fahrplan.

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Samstag, 26. August 2006  
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Die "Mercedes" an der Mole

Die Travemünde Sail ist ein wunderbar entspanntes Fest. Sehr gut besucht war sie heute. ohne dass es Gedränge und Geschiebe gab. Mütter müssen ihre kleinen Kinder nicht permanent im Blickwinkel haben aus Angst, sie könnten verloren gehen. An den Ständen gibt es keine langen Schlangen, keiner muss sich vordrängeln. Keiner muss lange nach einem schönen Platz zum Verschnaufen suchen. Die schönen Segelschiffe bekommt man überall mit, egal, ob ganz vorn an der Mole oder im Fischereihafen.

 

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Kurzes Gedrängel am Ostpreußenkai

Gut stand man heute Nachmittag auf der Mole, wo kurz hintereinander die "Mare Frisium", die "Shtandart" - heute in voller Besegelung - die "Lisa von Lübeck" und der stolze niederländische Zweimaster "Mercedes" einliefen.

Wer mehr über die Schiffe wissen wollte, war am Lübecker Yacht-Club an der Travepromenade gut aufgehoben, denn hier gab es über Lautsprecher nähere Informationen über die Segler.

Ein kurzes Gedränge gab es am Ostpreußenkai, denn die "Mercedes" passte partout nicht zwischen die "Shtandart" und die "Marie Galante". Aber das ließ sich offenbar auch schnell regeln und die "Maranatha" legte wieder ab, um der "Mercedes" ihren Platz zu überlassen. Geht doch.

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"Musica Vagantium Maltracio"

Vom Fischereihafen bis zur Mole erklingt Musik, aber nicht dauernd und auch nicht so, dass es einem die Ohren wegfetzt (den jaulenden, grinsenden Gitarristen am Handwerkermarkt lasse ich mal gnädig weg....). Auf dem mittelalterlichen Markt bei der Musik von "Musica Vagantium Maltracio" - die haben da immer so tolle Namen, im vergangenen Jahr hieß die Gruppe "Satolstelamanderfanz" - ließen sich viele Besucher auf den Strohballen nieder...

 

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Sonne und Musik genießen....

...und genossen die Spätsommersonne. Die Wettervorhersage war auch mal wieder aufs Angenehmste daneben gegangen: Ein paar Wolken, gegen Mittag ein paar Regentropfen und ansonsten viel Sonne.

Morgen, am letzten Tag der diesjährigen Travemünde Sail, ist noch mal volles Programm. Näheres in unserem Veranstaltungskalender.

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Freitag, 25. August 2006
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Die "Sunthorice" an der Kaiserbrücke

Es mausert sich allmählich zu einem kleinen Höhepunkt, zu einem Geheimtipp auf der "Baltic Sail Travemünde": Das Konzert des Jugend-Sinfonieorchesters der Musikschule Lübeck, das in diesem Jahr musikalisch „Von Sternen und Märchen" kündete.

Die jungen Musikerinnen und Musiker hatten sich wie im vergangenen Jahr auf der schönen "Sunthorice" versammelt. Gibt es denn eine schönere Bühne als diese?

 

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Zuschauerraum Kaiserbrücke

 

Gibt es denn ein schöneres Parkett als das auf der Kaiserbrücke, wenn es von oben auch zeitweilig etwas feucht wurde?

 

 

 

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Christian Lohff vom Verkehrsverein Travemünde

Begrüßt wurden das Orchester und sein Leiter Frank Engelke von Christian Lohff vom "Verkehrsverein Travemünde", der das Konzert federführend initiiert hat.

Eröffnet wurde das Konzert mit der Ouvertüre zum Zauberspiel "Die Zauberharfe" von Franz Schubert, nach der Pause ging es dann moderner und populärer weiter mit Film- und Musicalmelodien, zum Beispiel "Star Wars".

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Orchesterbühne "Sunthorice"

Wenn sich die Sterne auch nicht mehr zeigten, hat das Publikum sicher eine bleibende Erinnerung mit nach Hause genommen. Es ist ein wunderschönes Erlebnis, wenn sich bei dieser Musik über dieser Szenerie allmählich die Dunkelheit herabsenkt und von Sternen und Märchen erzählt.

Das morgige Programm, das unter anderem Stelzenläufer und vieles mehr zu bieten hat, finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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Donnerstag, 24. August 2006
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Eröffnung der Baltic Sail

Die offizielle Eröffnung der "Baltic Sail Travemünde 2006" erfolgte heute abend im brechend vollen Fischereihafen durch Stadtpräsident Sünnenwold und Bürgermeister Bernd Saxe und mit Unterstützung des Passatchors.

Das zog natürlich andernorts Menschen ab...

 

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Der Marionettenpianist

... und der zotige Marionettenpianist in der Vorderreihe, der sonst mit seinem riesigen Puiblikum die Straße blockiert, musste mit weniger Lachern vorlieb nehmen, obwohl er heute auch Zuschauer in seine Vorstellung mit einbezog.

Ein Höhepunkt des morgigen Programms ist das Konzert „Von Sternen und Märchen" des Jugend-Sinfonieorchester der Musikschule Lübeck auf der "Sunthorice" an der Kaiserbrücke. 19 Uhr.

Das vollständige Programm finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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Donnerstag, 24. August 2006
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Die "Shtandart" läuft ein

Einige hundert Zuschauer hatten sich auf der Mole und wohl einige tausend an den Ufern der Trave eingefunden, um die Schiffe der "Baltic Sail Travemünde 2006" einlaufen zu sehen. Dies wurden dann bei weitem nicht alle 44, die in diesem Jahr erwartet werden, aber einige besonders schöne Exemplare.

Schon auf der Lübecker Bucht wurde die russiches "Shtandart" mit Böllerschüssen von der "Lisa von Lübeck begrüßt. Die "Standart" ist eine exakte Kopie der ersten russischen Fregatte, die im Jahre 1703 gebaut wurde und den Grundstein für die aufstrebende zaristische Flotte legte.

Die "Shtandart" - leider ohne Besegelung, obwohl der Wind ideal stand - ließ sich nicht lumpen und erschreckte die Zuschauer mit einem lauten, qualmenden Kanonenschuss, als sie die Mole passierte.

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„Kublais Khan II“

Dann tauchten rote Segel auf. Ja, das musste die "Kublais Kan II" sein, eine chinesische Dschunke. Die erste "Kublais Khan" war 2002 vor Singapur einem Wirbelsturm zum Opfer gefallen. Die "Kublais Kan II" machte an der Travepromenade fest und war sofort von Zuschauern umringt.

 

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Mittelalterlicher Markt

Auch das Landprogramm ist auf den Weg gegangen. Auf dem mittelalterlichen Markt an der Travepromenade kann man sich mit Met laben und die Musiker haben ihre Instrumente ausgepackt.

Die offizielle Eröffnung der "Baltic Sail Travemünde 2006" erfolgt heute um 19 Uhr im Fischereihafen von Bord der "Lisa von Lübeck". Dazu singt der Passatchor, der gerade 30jährigen Geburtstag gefeiert hat. Dann laufen die Schiffe zu ihrem erste Abendtörn aus.

Buchung über www.baltic-sail.org oder vor Ort an der Sand World-Kasse auf dem Fährplatz.

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Dienstag, 22. August 2006
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Der Bringer: Arosa Wellnesss Resort

Kurz nach der Travemünder Woche kam ich mit zwei französischen Ehepaaren, darunter eine Deutschlehrerin, ins Gespräch. Sie waren zum ersten Mal an der Ostsee und Travemünde gefiel ihnen sehr gut - aber nur tagsüber. Geradezu entsetzt waren sie über das "Nachtleben", nach zehn trauten sie sich kaum noch auf die öden Straßen, nach 23 Uhr etwas zu essen zu bekommen, schien unmöglich. Wenn das so in Südfrankreich wäre, würden die Leute auf die Barrikaden gehen!

Dabei haben wir immer mehr Gäste! So meldet unsere Tourismuszentrale einen Zuwachs bei den Übernachtungen von 24,1% im ersten Halbjahr. In Travemünde wurden im Juni 14,8 Prozent mehr Ankünfte gezählt. Allerdings werden in diesem Jahr erstmalig auch die Campingplätze mitgezählt. Komisch - Wieso habe ich dann in diesem Jahr gerade im Juni so viele Schilder "Ferienwohnung frei" und "Zimmer frei" gesehen. Die werden wohl nicht von der Statistik erfasst oder? Dann müssen wohl die 14,8% Zuwachs in den neuen Hotels "Arosa Wellness Resort" und im "Hotel Columbia - Casino Travemünde" und natürlich auf den Campingplätzen gewohnt haben. - Anders macht's doch keinen Sinn!

Bei den Arosa-Gästen hatte ich über den Winter ja schon die Befürchtung, dass die alle Hausarrest haben. Nur mit Gepäck sah man da Menschen 'rauskommen oder 'reingehen. Aber das ist schon klar, dass man da während eines kurzen Aufenthalts an Wellness mitnimmt, was mitzunehmen ist. Für Travemünde hat man da keine Zeit mehr.

Auch der "Verkehrsverein Travemünde" (VVT), ein Zusammenschluss Travemünder Geschäftsleute, ist von den "Jubelarien der Touristiker" nicht so recht überzeugt: "Komisch nur, dass sehr wenige von uns den Übernachtungsboom merken oder davon profitieren!"

Das ist schon immer wieder seltsam mit den Statistiken. Demnächst wird es für Travemünde vielleicht heißen: Travemünde ist ausgebucht, nur die Vermieter merken es nicht.... die Dummbeutel können einfach die Statistiken nicht richtig lesen! So wie die beiden französischen Ehepaare.

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Dienstag, 22. August 2006
Weil's so schön war, gibt es jetzt noch eine Fotoseite zum 15. Holstentorturnier: Zur Fotoseite
Montag, 21. August 2006
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Thierry Figuéres

Dem Mann steht der Siegeswille ins Gesicht geschrieben - und das tat er dann auch: Siegen! Gestern abend um 23.45 Uhr - Zuschauern wie Spielern wehte unter den Flutlichtscheinwerfern ein kühler Wind ins Gesicht - standen die Gewinner des 15. Holstentorturniers ("Triplette", d.h. Dreiermannschaften) fest: Thierry Figuéres, Sylvain Pilewski und Thierry Grandet aus Frankreich.

Zuvor hatten die Franzosen ganz entspannt gegen das dänische Damenteam gespielt, das damit auf dem 3./4. Platz landete (der dritte Platz wird nicht ausgespielt) und dem sie einige Punkte gönnten. Ernst wurde es im Finale gegen die spanischen Nachbarn (Marco Camino, Francisco Capo und Manuel Martinez), die sich mit 13:0 Punkten geschlagen geben mussten.

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Boule am Abend

Ich bin tief beeindruckt, was diese Weltklassespieler da an "Kugelkunst" präsentierten. Da werden Kugeln im hohen, weiten Wurf exakt neben der "Sau" (der kleinen, hölzernen Kugel) abgelegt, dass der Sand nur so davonstiebt, da werden die Kugeln des Gegners mit präzisem Wurf weggeknallt. In den Finalrunden nimmt das Publikum regen Anteil am Spielgeschehen.

Beeindruckt bin ich auch wieder von der Kultur der Veranstaltung und dies noch mehr als in den vergangenen Jahren. Immerhin waren es am Samstag 356 Zweiermannschaften und am Sonntag 188 "Triplettes", die sich den engen Raum teilten, und das geschieht sehr friedlich und entspannt. Nur drei Schiedsrichter stehen zur Verfügung, sollte es doch mal Meinungsverschiedenheiten geben.

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Boule im Brügmanngarten

Der Brügmanngarten und Travemünde sind wie geschaffen für dieses Weltklasseturnier, und die Begeisterung hat auch die ausländischen Gäste erfasst: "Nach Nizza das Beste!" - Was für ein Lob und dies aus französischen und spanischen Mündern!

Reinhard Schwertfeger und die "Compagnie de Boule", Lübeck, haben wieder ein großartiges Turnier auf die Beine gestellt, was Travemündes gutem Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus einiges hinzufügen wird. Es ist gut zu wissen, dass im kommenden Jahr gleich zweimal Boule auf dem Programm steht: Im August natürlich das 16. Holstentorturnier, aber zuvor, im Juni gibt es einen weiteren, hochklassigen Wettbewerb: Vom 20. bis 24. Juni 2007 findet in Travemünde an der Ostsee der "Nordsee-Cup" statt. Wir erhalten Besuch von den Boulespielern der Nordseeanrainerstaaten Norwegen, Schweden, Dänemark, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden.

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"Rolling Home" auf der "Passat"

Eines bleibt noch nachzutragen für das Wochenende: Im Rahmen des alljährlich stattfindenden, maritimen Sängerfests "Rolling Home" auf der "Passat" (auf dem Foto die "Trave-Münder"), das wieder bestens besucht war, feierte der "Passatchor" sein 30jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch!

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Samstag, 19. August 2006
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Turnier-Eröffnung

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe durfte die Sensation verkünden und Reinhard Schwertfeger von der "Compagnie de Boule", Lübeck, strahlte: Heute wurde das "15. Holstentorturnier" eröffnet und mit weit über tausend Boulespielerinnen und -spielern das größe Bouleturnier Deutschlands. Diesen Titel beanspruchte bisher Bacharach am Rhein.

Und es ist auch außergewöhnlich, was Reinhard Schwertfeger und die unzähligen Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt haben. In diesem Jahr glänzt der Wettbewerb vor allem durch die vielen ausländischen Mannschaften aus Frankreich, Spanien, Schweden, Dänemark und den Niederlanden, darunter viele Weltklassespieler.

Es war eine schöne und stimmungsvolle Eröffnungsveranstaltung, bei der vor allem die ausländischen Manschaften herzlich und in ihrer Muttersprache begrüßt wurden (im Foto oben Bernd Saxe, rechts, und Reinhard Schwertfeger bei der Begrüßung der spanischen Spieler).

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Im Zippel-Park

Aber dann ging es nach kurzem Durcheinander - "Wo ist denn Bahn 11?", "Hat jemand Bahn 22 gesehen??!" - auch schnell zur Sache, denn eine Unmenge von Spielen waren beim heutigen "Doublette"-Turnier (Zweier-Mannschaften) zu bewältigen (im vergangenen Jahr ging es bis nachts um drei Uhr). Es wird nicht nur im Brügmanngarten und auf der Strandpromenade gespielt, sondern auch im schattigen Zippel-Park (jenseits der Außenallee am Kalvarienberg) sind viele Bahnen markiert.

Ein toller Auftakt! Nur einen kleinen Tropfen Wermut fand Reinhard Schwertfeger im Wein: Die "Lübecker Nachrichten", die "größte Zeitung aus Schleswig-Holstein" (Eigenwerbung) hatten es nicht für nötig befunden, einen Journalisten zur Eröffnung des größten Bouleturnier Deutschlands zu schicken.

Auch Petrus ging wieder ausgesprochen schonend mit den Sportlern um, und ein Regengebiet, das Kurs auf Travemünde genommen hatte, drehte ab und löste sich auf. Mein Tipp für den Sonntag: Wenn Sie mal Weltklassespieler sehen wollen, dann sollten Sie morgen gegen Abend kommen, dann geht es nämlich in die Endrunden der lizenzierten Triplette-Spieler (Dreier-Mannschaften). Dann kommt am Treppenabgang zum Brügmanngarten wieder Centercourt-Stimmung auf.

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Lars Brandt signiert

Weniger schonend ging Petrus mit jenen gut fünfzig Menschen um, die gestern abend die Lesung von Lars Brandt aus seinem Buch "Andenken" besuchen wollten. Ich kam jedenfalls wie ein begossener Pudel an im "Hotel Columbia - Casino Travemünde". Ich kam da auch mit recht niedrigen Erwartungen an - tschuldigung, Herr Brandt - wurde dann aber bald in den Bann des Teils "der Wirklichkeit" gezogen, "zu dem nur ich vorstoßen kann". Willy Brandt - den kennen wir doch alle! Nein, eben doch nicht, der Sohn kann dem bekannten Bild - wahr oder nicht, wirklich oder nicht - Facetten hinzufügen, die dann doch wieder einen neuen, einen anderen Blick auf den Giganten eröffnen, der sich "benutzen und bejubeln ließ".

Lars Brandt hat den Text für sich selbst geschrieben, erst später trat die Frage nach einer Veröffentlichung auf. Interessant ist das Buch für alle, die sich für den Menschen Willy Brandt interessieren. Für das Publikum im "Hotel Columbia" traf dies zu, eine ganze Reihe von Fragen an den Autor folgten der Lesung. Viele Zuhörer nahmen ein signiertes Exemplar mit nach Hause wie auf dem Foto Henriette Gaffron, die in den frühen 80er Jahren mit dem Autor und dessen Vater fast Tür an Tür in Berlin-Schlachtensee gewohnt hat. Das verbindet. Und nicht nur das. - Ich wünsche mir, dass diese Veranstaltung keine Eintagsfliege war.

Tür an Tür mit der Lesung gab es gestern abend noch eine erfolgreiche Veranstaltung, und zwar in der Spielbank Casino Travemünde. Das Casino hat sich in den vergangenen Jahren ja nicht gerade durch positive Schlagzeilen - Besucherschwund, Streik der Croupiers - hervorgetan, aber den gestrigen Abend unter dem Motto "Bella Italia" kann die neue Chefin Jessica Barke auf dem Pluskonto verbuchen. Das mehrgängige Büffet, das vom Duo "Gondolieri" musikalisch untermalt wurde, war ausverkauft. Und das Casino Travemünde legt "Perlende Momente" nach: Am 23. September um 13 Uhr lädt Jessica Barke zu einem Rendezvous mit dem König der Weine. In kleiner Runde werden erlesene Champagner aus dem Hause Moet-Hennessy verkostet und durch einen Champagner-Experten moderiert. Der Eintritt beträgt 40,- Euro pro Person. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. September, das Kartenkontingent ist begrenzt.

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Freitag, 18. August 2006

Das Badeverbot wurde heute wieder aufgehoben.

Allerdings blieb ein roter Ball oben, das heißt "Warnstufe". Die gilt für Allergiker und insbesondere für Kleinkinder, die das immer noch leicht mit Blaualgen durchsetzte Wasser auf keinen Fall schlucken sollten.

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Freitag, 18. August 2006
Lars Brandt

Lars Brandt liest im "Hotel Columbia - Casino Travemünde"

Das kann Travemünde nur gut tun: Ein bisschen Literatur. Öffentliche Lesungen gab es in den vergangenen Jahren leider nur selten in Travemünde. Nun hat sich das "Hotel Columbia - Casino Travemünde" den Verdienst erworben, Lars Brandt, dem Sohn des großen Willy Brandt, eine Bühne zu geben. Er wird aus seinem Buch "Andenken" lesen.

Die Literaturkritik tut sich ein wenig schwer mit den 156 Seiten leichten "Andenken", aber so viel kann wohl gesagt werden: Es werden keine neuen Enthüllungen über Willy Brandt verlesen werden, es werden keine "Willy, Willy, Willy"-Sprechchöre aufbranden. Es wird eher der Blick eines 55jährigen Sohnes auf seinen berühmten Vater sichtbar werden, der Versuch eines Sohnes, sich des privaten Vater abseits aller Berühmtheit zu vergewissern. Puzzleteilchen, die zum Bild Willy Brandts hinzugefügt werden.

Willy Brandt ist übrigens - wussten Sie das etwa nicht? - gebürtiger Lübecker.

Freitag, 20 Uhr, Columbia Hotel Casino Travemünde. Karten zu 15,- Euro im Vorverkauf in Travemünde in der Elatus-Buchhandlung in der Vorderreihe, im Pressezentrum Lübeck und im Columbia Hotel.

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Donnerstag, 17. August 2006
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Fahnenmeer und Bimmelbahn

Heute melde ich mich sozusagen (fast) live um 15 Uhr von der Strandpromenade aus "Büchtmanns Restaurant" an der Mole. Vor mir steht mein Laptop und mit W-LAN habe ich mich über einen der "Hot Spots" ins Internet eingewählt (das können Sie mit Ihrem W-LAN-fähigen Laptop auch: Mehr Info).

Unser Schönwetter-Wind aus Nordost hat den Dienst aufgenommen, der Strand und die Strandpromenade sind gut besucht. Das Fahnenmeer mit den Motiven der Nationen der Fußball-Weltmeisterschaft flattert wieder im Wind. Allerdings sind es nur noch 22 Fahnen, denn 10 Exemplare wurden am Ende der WM versteigert. Zwischen den Spaziergängern findet die Bimmelbahn trötend ihren Weg.

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Donnerstag, 17. August 2006
[hoch]
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Schon wieder: "Baden verboten"

So allmählich wird es zur Routine: Strandkorbvermieterin Charlotte Seipel hat wieder das Planschbecken aufgestellt, damit die Kleinen wenigstens ein bisschen im Wasser herumtoben können. Es musste schon wieder Badeverbot wegen der Blaualgen ausgesprochen werden.

Besonders im Bereich des Brodtener Ufers/Hundestrand haben sich wieder Algenteppiche konzentriert, aber auch anderswo ergaben die Analysen eine zu hohe Konzentration an Blaualgen, wie die DLRG mitteilt. Nun hoffen wir auf günstige Winde und Strömungen, damit die Plagegeister wieder aufs Meer hinausgetrieben werden. Das kann recht schnell gehen, muss es aber leider nicht.

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Bastelarbeiten am Strand

Das Bastelangebot von Charlotte Seipel für Kinder wird damit umso wichtiger, denn Strandwetter haben wir: Es ist überwiegend sonnig, die Lufttemperatur misst um 11 Uhr bereits 19 Grad.

Alle Kinder sind bei Seipels zum Basteln eingeladen. Aus Sand und Muscheln und anderen "Zutaten" entstehen hier zum Beispiel Teelicht-Teller, die man auch nach Hause tragen kann, wenn man sie ordentlich mit Tapetenkleister fixiert.

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Mittwoch, 16. August 2006
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Üben für's Turnier

Sie werden wohl noch ein wenig üben müssen, diese sechs Herren aus Bad Schwartau und Travemünde, um einen ansehnlichen Platz auf der Rangliste zu ergattern, denn beim 15. Holstentorturnier am kommenden Samstag und Sonntag werden sie auf Spieler der Weltelite im Boule stoßen.

Einige seien auch schon angereist, berichtet Reinhard Schwertfeger von der "Compagnie de Boule", Lübeck. "Außer der französischen Top-Mannschaft - ein Spieler hat gerade die französische Tete-Meisterschaft errungen- haben sich 19 Spanier, zahlreiche Schweden, die dänische WM-Mannschaft, die im September in Grenoble für ihr Land bei der WM antreten wird und viele andere Dänen und auch Holländer gemeldet. Insgesamt haben sich 38 ausländische Teams angesagt – so viel wie noch nie - die natürlich wieder bei der offiziellen Begrüßung gegen 10.00 Uhr durch Bürgermeister Bernd Saxe mit Geschenken und Nationalflaggen besonders herzlich angekündigt werden."

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Üben für die Baltic Sail

Eine knappe Woche später, am Donnerstag, 24.8., beginnt die "Baltic Sail Travemünde 2006", deren Programm heute im Travemünder Fischereihafen von Tourismusdirektor Johann W. Wagner (rechts auf dem Foto), Jana Kürbis (Eventmanagerin der HLTS) und Hafenmeister Jürgen Kottwitz vorgestellt wurde.

Im Fischereihafen werden auch viele der 44 Traditionssegler festmachen, die am Donnerstag ab 13 Uhr von der "Lisa von Lübeck" vor der Travemündung begrüßt werden. Bis Sonntag dauert die Travemünde Sail. Fast alle Segelschiffe können Sie besichtigen und auch für einige Stunden auf ihnen "anheuern". (Buchen können Sie sofort auf der www.baltic-sail.org oder vor Ort ab 22.8. an der Sand World-Kasse auf dem Fährplatz)

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Die "Mercedes"

Zu den Höhepunkten auf dem Wasser zählen sicher die "Mercedes" und die "Sunthorice" - hier spielt am Freitag um 19 Uhr auch wieder das Jugend-Sinfonieorchester der Musikschule Lübeck „Von Sternen und Märchen" (Vorderreihe, Kaiserbrücke), ein großer Erfolg im vergangenen Jahr. Auch "Wikinger" und "Chinesen" sind anzutreffen:

Der Lübecker Weltumsegler Burghard Pieske liegt mit seinen drei Wikingerschiffen an der Nordermole. Besucher haben die Gelegenheit, mit den Wikingerschiffen im Hafen und Strandnähe zu rudern. Höhepunkt der Wikingeraktion werden die Fackelfahrten der Gäste-Wikinger sein, die täglich um 21 Uhr von der Nordermole aus starten. Auch die chinesische Hochseedschunke „Kublais Khan II“ gehört zu den Exoten der „Baltic Sail“-Familie.

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Die "Sunthorice"

Zu Lande gibt es ein umfangreiches Programm vom Fischereihafen bis zur Nordermole mit viel Musik, Kunsthandwerkermarkt (Travepromenade/Leuchtturm), mittelalterlichem Marktspektakel (Travepromenade/Überseebrücke II) und einem Maritimen Markt (Fährplatz). Am Samstag könnten Ihnen auch noch Stelzenläufer in die Quere kommen.

Das ist wieder ein schönes, abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Den Kunsthandwerkermarkt habe ich aus dem letzten Jahr in sehr guter Erinnerung (keine Ramschläden) und das Marktspektakel bot sehr viel für Kinder und Erwachsene. Hoffentlich gibt es wieder mittelalterliche Kinderturniere - "Turnei" - die einen Riesenspaß machen und obendrein nichts kosten.

Das detaillierte Programm finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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Dienstag, 15. August 2006
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Die roten Bälle sind weg

Der Regen und der Temperatursturz haben der Blaualgenplage ein Ende bereitet. Das Badeverbot wurde aufgehoben, die roten Bälle eingezogen.

Nun fehlt allerdings noch das Strandwetter. Die größeren Regengebiete scheinen aber für heute durchgezogen zu sein - vielleicht nieselt's noch ein wenig nach - seit 13 Uhr lässt sich sogar die Sonne gelegentlich blicken. Die Luft hat sich immerhin wieder auf 20 Grad erwärmt, und die Ostsee bringt es auf 19 Grad. Dazu bläst ein kräftiger Wind aus Südwest (gut gegen Blaualgen).

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Montag, 14. August 2006
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Altstadt-Romantik

Travemündes Altstadtkern rund um die St. Lorenz-Kirche ist wunderschön und ein Hort der Ruhe. Selbst die hohen Stimmungswogen der "Travemünder Woche" schwappen nicht bis hierher. Hier kann man unter schattigen Bäumen ausruhen oder auch in der Bücherstube des "Gemeinnützigen Vereins" im Gesellschaftshaus in Büchern herumstöbern und sie zu einem Spottpreis als Urlaubslektüre mitnehmen.

Nur einmal im Jahr "steppt hier der Bär", Mitte August, dann ist St. Lorenz-Markt, dann wird gefeiert. Anders als bei anderen Großveranstaltungen in Travemünde, sind dann hier auch viele "Tramünner" anzutreffen. Und die kommen nicht nur zum Feiern, sondern das Altstadtfest ist auch der Ort, wo man ein Anliegen an eine breitere Öffentlichkeit bringen kann.

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Altstadt-Unruhe

Christian Mattner, Vorsitzender des Vereins "Historische Altstadt Travemünde", hat ein Anliegen und das meinen er und seine Mitstreiter sehr ernst:: "Wenn die hier anfangen zu bauen ohne ein vorheriges Gutachten, dann machen wir die Straße dicht!" - Für die Anwohner der Altstadt ist ihre Umwelt nämlich schon längst kein Hort der Ruhe mehr, denn es scheppert nicht nur das Geschirr in den Schränken, wenn Busse und Lastwagen durch die Straßen donnern, sondern bei einer Reihe von Häusern zeigen sich ernsthafte Schäden. Obendrein müssen Straßen und Kanalisation ohnehin saniert werden, und auch wegen dieser Bauarbeiten fürchten die Altstadtbewohner um ihre Häuser.

Eine bessere Zukunft bahnte sich an, als die Forderungen des Altstadtvereins überparteilich im "Ortsrat Travemünde" bestätigt wurden und ein entsprechender Antrag in die Lübecker Bürgerschaft eingebracht werden sollte. Die Hauptforderungen: 'Raus mit den Bussen und dem Schwerlastverkehr und - bevor eine Entscheidung über die zukünftige Verkehrsnutzung der Altstadt getroffen würde - ein Gutachten, das Auskunft darüber geben kann, was denn die Bebauung und das Fundament der Altstadthäuser überhaupt an Verkehr aushalten können.

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Altstadt-Risse

Tja - und da scheint die Einigkeit irgendwie auf dem Weg nach Lübeck über Bord gegangen zu sein. Oben benannter Antrag wurde dann auch nicht von der CDU in die Bürgerschaft eingebracht, sondern von der SPD und den Grünen. "Gutachten? Geldverschwendung!", tönt es aus CDU-Kreisen, obwohl selbst die weitgehend bankrotte Stadt Lübeck diese knapp 5.000 Euro noch würde aufbringen können und der Altstadtverein mitfinanzieren würde.

Am Geld kann es also nicht liegen. Es riecht nach Interessenkonflikt, denn der Travemünder CDU-Vorsitzende Klaus Petersen ist auch Vorsitzender des Aufsichtsrats des "Stadtverkehrs Lübeck" und dessen Mitarbeiter Herr Nibbe hatte in der Ortstrats-Sitzung vom 8. März 2006 (zur Tagebucheintragung) vollmundig verkündet, er wolle und müsse mit seinen Bussen auch weiterhin durch die Altstadt fahren. Dass die alternative Streckenführung über den Parkplatz am Baggersand "mit schweren Umsatzeinbußen" für den "Stadtverkehr Lübeck" einhergehen würde, konnte niemand der Veranstaltungsteilnehmer nachvollziehen.

Es scheint, dass der "Stadtverkehr Lübeck" sich alle Türen offenhalten will und es scheint, dass das vom Altstadtverein Travemünde geforderte Gutachten dem Stadtverkehr diese Tür vor der Nase zuknallen könnte. - Warum sonst das Gewese um das Gutachten? Aber es geht hier nicht in erster Linie um die Wünsche des Verkehrsunternehmens, sondern um die existentiellen Interessen der Altstadtbewohner. Und die stehen bereit: "Dann machen wir die Straße dicht!"

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Sonntag, 13. August 2006 [hoch]
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Blaualgen in geringer Konzentration

Es regnet. Es ist ein riesiges Regengebiet, das heute abend alle deutschen Küsten erfasst hat. Nicht gerade das, was wir uns unter schönem Sommerwetter vorstellen. Aber wir wollen ja positiv denken: Die Ostsee hat sich heute bereits von unglaublichen 23 Grad auf 21 Grad abgekühlt, und die Temperatur wird im Zuge der Regenfälle weiter sinken. Das mag die "Fädige Blaualge" überhaupt nicht, dann zieht sie sich wieder in die Tiefen des Meeres zurück, wo sie hingehört, und die Algenblüte hat ein Ende.

Dann möge sich der Regen aber verziehen und die Sonne wieder 'rauskommen, denn ein paar schöne Strandtage wünsche ich unseren Gästen in Travemünde von ganzem Herzen.

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Samstag, 12. August 2006
Leider wieder
Blaualgenalarm
und Badeverbot
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Blaualgenblüte

Da gab es heute morgen kein Vertun bei der Wasserprüfung: Badeverbot, zwei rote Bälle aufziehen! Dabei hört es sich so nett an: Blaualgenblüte. Aber da haben sich jetzt deutlich sichtbare Blaualgenteppiche vor dem Strand angesammelt. Man fragt sich, ob da überhaupt noch ein Badeverbot ausgesprochen werden muss... also ich würde mich in diesem Wasser nicht wohlfühlen.

Max Futh von der DLRG ist leider kein Prophet und konnte mir auch nicht sagen, wie sich die Blüte weiterentwickeln würde. Der Wind stand heute Nachmittag zwar günstig auf Südwest und förderte ein Abtreiben der Algen, aber es war nur ein laues Lüftchen, und die Unterströmungen haben auch noch ein Wörtchen mitzureden.

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1. Fanfarenzug Groß Grönau

Dem St. Lorenz-Markt waren die Wettergötter gewogen, die Regenwolken zogen bis auf ein paar Tropfen an Travemünde vorbei, und die Kurgartenstraße mit dem Flohmarkt und die Altstadt um die Kirche waren schon früh gut besucht. Gegen 14 Uhr zog der "1. Fanfarenzug Groß Grönau" ein, und das klang gar nicht preußisch militärisch, sondern eher poppig. Viele Trommeln haben ihr Aussehen auch radikal verändert und scheinen sich einer Frischzellenkur in Brasilien oder in der Karibik unterzogen zu haben. Sehr angenehm.

Das Programm als PDF-Datei

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Die "Sea Cloud II"

Nachmittags habe ich nochmal nach den blühenden Algen geschaut - keine Besserung - da tauchten plötzlich drei Masten auf der Lübecker Bucht auf, die eigentlich noch nicht dort hingehörten: Gegen 17 Uhr lief die "Sea Cloud II" ein, die laut Luxusliner-Fahrplan erst morgen um 7 Uhr hätte ankommen sollen.

Ist schon ein schönes Schiff, aber an ihren Aufbauten kann man schon sehen, dass sie für die heutige Zeit und für Passagiere gebaut wurde - erst 2001 fertiggestellt - und nicht wie die "Passat" einst als Lastkahn Salpeter über die Weltmeere geschippert hat.

Ach Mensch, das hab' ich ja fast vergessen: Wir haben doch eine neue Webcam an der Trave (von Dzulko Ferienwohnungen eingerichtet), da können Sie die "Sea Cloud II" jetzt (22.20 Uhr) von hinten sehen. Fest vertäut und festlich beleuchtet.

Einen Termin sollten Sie sich noch notieren: Am Montag, 28.8. um 9 Uhr läuft die "Deutschland" ein.

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Freitag, 11. August 2006
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Volles Haus auf dem St. Lorenz-Markt

Das Travemünder Altstadtfest, der St. Lorenz-Markt, ging ab wie die Fußball-WM und der Sommer, rund um die St. Lorenz-Kirche war es heute abend brechend voll.

Ich bin an der Marktplatzbühne hängengeblieben bei den "Koasters", und was die da boten, war wirklich außergewöhnlich: "So gut wie lange nicht mehr" und sogar "so gut wie noch nie" hörte ich aus dem Publikum. Die Koasters gibt es immerhin seit 1963!

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Das Publikum geht mit

Die "Koasters" hatten zwei Neue mitgebracht, die natürlich nicht neu auf der Bühne sind. Der Gitarrist Michael Jessen ist weit über Lübeck hinaus bekannt, und wenn der Jimmi Hendrix' "Hey Joe" und Mark Knopflers "Sultans of Swing" auf die Bühne bringt und immer noch ein Stück Jessen oben drauf legt, dann ist das schon ein Ohrenschmaus.

 

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Jessen: "Sultans of Swing"

Der zweite "Neuling" ist der Schlagzeuger Peter Mikles, der schon 13 Jahre beim Intellektuellen-Rocker Heinz Rudolf Kunze "gedient" hat und nicht nur mit seinem Schlagzeug-Solo eine Bereicherung für die "Koasters" ist.

Die Neuzugänge scheinen auch die gesamte Gruppe zu erfrischen: So ein inniges "It's all over now, Baby Blue" habe ich von Frontmann Michael Winkelmann, immerhin Jahrgang 1949 und Amateur, schon lange nicht mehr gehört.

Falls Sie heute abend nicht dabei sein konnten, können Sie die "Koasters" bald wieder in Travemünde hören: Am 19. August, nächster Samstag, auf dem Fest der Handwerkergemeinschaft auf dem Travag-Gelände am Godewindpark. Es lohnt sich, wenn Sie gute, alte Rockmusik mögen.

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Donnerstag, 10. August 2006
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"Passat" und die "Europa" 2005

Schmählich links... ääh... will sagen.... an Backbord hat uns die "Europa" in diesem Jahr liegen gelassen und heute vor Timmendorfer Strand geankert. Tz, tz, dabei kommt sie doch im Travemünder Ambiente viel besser zur Geltung, wie man am 6. Juli vergangenen Jahres sehen konnte (Foto links).

 

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Die "Sea Cloud II"

Dafür besucht uns am Sonntag aber eine schneeweiße Wolke: Die "Sea Cloud II". Wie ein alter Traditionssegler sieht der Dreimaster aus, wurde aber erst 2001 in Spanien gebaut und kreuzt seitdem gern durch die Karibik und durch Europa. Stattliche 117 Meter ist sie lang und kann 94 Passagiere aufnehmen. Die passt mit Sicherheit gut an unseren Ostpreußenkai und zur Vorderreihe - wenn da bloß nicht diese hässliche Abfertigungshalle wäre. Aber sie können sie auch frei erleben, wenn sie einläuft - um 7 Uhr - und uns wieder verlässt um 17 Uhr.

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Mittwoch, 9. August 2006
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"Ballroom Allstars" auf dem St. Lorenz-Markt

Auf zum St. Lorenz-Markt, dem Travemünder Altstadtfest, vom 11. bis 13. August!

Am Freitag um 18 Uhr geht's los und dann wartet schon Lübecker Rock-Urgestein im Hintergrund: Die "Koasters" (19 Uhr auf der Marktplatzbühne). Auf der kleinen Bühne an der Danzmannstraße gibt es Irish Folk mit der Phil Kenny Band.

Die Höhepunkte am Samstag: Gegen Mittag der "1. Fanfarenzug Groß Grönau" und der "Gemischte Chor der Liedertafel" sowie "2Crazy". Wieder zu Gast ist auch die Rock´n Roll Band "Ray Madison Trio" und abends die "Ballroom Allstars" aus Travemünde.

Am Sonntag Mittag steht die Kinder-Gesangsgruppe die "Lübecker Turmspatzen" auf der Bühne, danach gibt es eine Zugabe von "2Crazy" und um 17.00 Uhr wird der Passatchor erwartet.

Parallel findet der Bücherflohmarkt des Gemeinnützigen Vereins Travemünde im Gesellschaftshaus statt. Natürlich gibt es auch wieder ein Konzert zum Altstadtfest in der Kirche, am Samstag um 19.00 Uhr, und am Sonntag um 17.00 Uhr ist es wieder Zeit für den beliebten Klönsnack ünner´n Appelboom in Preesters Gorden.

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Dienstag, 8. August 2006
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"Überlaufparkplatz" Kowitzberg

Ist es denn ein Zufall, dass - wenige Tage nach dem Verkehrschaos am Ende der Travemünder Woche - eine Pressemitteilung der Kieler Landesregierung hereinflattert, wonach Travemünde nun endlich sein elektronisches Parkleitsystem bekommen soll (Gesamtkosten: EUR 660.000). Dann sollen Sie schon an der Ortseinfahrt erfahren, auf welchem Parkplatz Sie noch einen Stellplatz für Ihr Auto finden können. (Das muss Zufall sein, so schnell können die gar nicht reagieren!)

Der gebührenfreie Parkplatz am Kowitzberg soll dann als Überlauffläche dienen, wenn alle anderen Parkplätze dicht sind. Angesichts der Erfahrungen vom 30./31. Juli (zur Tagebucheintragung) sollten sich die Planer aber schon nach einem Überlaufparkplatz für den Überlaufparkplatz umsehen, denn zur diesjährigen Travemünder Woche hätte auch das nicht gereicht.

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Wilder Parkplatz Kalvarienberg

Noch in diesem Jahr soll Baubeginn sein. Hoffentlich bald, dann kann man zu Silvester schon mal einen Testlauf wagen.

Keine Zukunftsmusik, sondern leibhaftige Gegenwart, ist ein Faltblatt, das kürzlich von der Hansestadt Lübeck, der KWL GmbH und dem Verkehrsverein Travemünde herausgegeben worden ist: Eine Übersicht über die Travemünder Parkplätze mit Lageplan. Sehr löblich. Das Faltblatt verrät Ihnen auch, auf welchen Parkplätzen Sie Ihr Fahrzeug abstellen müssen, um beim Einkauf in Travemünder Geschäften (auch sonntags) die Parkgebühr ganz oder teilweise zurückerstattet zu bekommen.

Und weil beim nächsten Stau bestimmt keiner auf der Kreuzung stehen wird, um Ihnen dieses Faltblatt in die Hand zu drücken, können Sie es hier im "Travemünde .Netz" gleich als PDF-Datei herunterladen, ausdrucken und in Ihr Handschuhfach legen. Das ist doch praktische Lebenshilfe oder?

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Montag, 7. August 2006
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Verletzt auf der Badeinsel

Aus gegebenem Anlass möchte ich heute darauf hinweisen, dass die DLRG-Stationen am Strand, die fast ausschließlich mit Ehrenamtlichen besetzt sind, nur von 10 bis 18 Uhr auf Station sind. Wenn Sie danach in Not geraten, müssen Sie sich von jemand anders retten lassen.

So ging es heute dem neunjährigen Mano, der übrigens ein guter Schwimmer ist. Der war beim Aufstieg auf die Badeinsel ganz heftig mit dem Knöchel gegen eine der Leitersprossen gehauen. Die Schmerzen nahmen ihm den Mut, den Weg zurückzuschwimmen.

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Rückkehr auf dem Schwimmbrett

Was nun, was tun? Die DLRG war mit ihrem Motorboot gerade weg. Feuerwehr anrufen, Polizei, Wasserschutzpolizei alarmieren?

Andreas Schulken, der von seiner Tochter von dem Vorfall erfahren hatte, dachte sich, dass es mit ein wenig Zivilcourage auch getan sein müsste, schnappte sich bei der Strandkorbvermietung Seipel eine Schwimmweste und ein Schwimmbrettt und auf ging's zur Badeinsel.

Mano schlüpfte in die Schwimmweste und ließ sich von Andreas Schulken auf dem Schwimmbrett in Richtung Badesteg ziehen. Zwei weitere, kleine Nothelfer flankierten das Geschehen.

 

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Andreas Schulken und Mano

Ganz so weh tat Manos Knöchel nicht mehr, als Retter und Geretteter wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Mano humpelte in Richtung Casino zu seinen Eltern, die von all dem vermutlich gar nichts mitgekriegt hatten. Wie denn auch, die Rettungsaktion ging ganz ohne großes Getöse ab, und alle Beteiligten machten am Ende einen zufriedenen Eindruck. Ist doch schön, wenn man anderen helfen kann.

Und ich sag' mal wieder: Ist doch immer was los in Travemünde. Man muss nur hinschauen!

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Montag, 7. August 2006 [hoch]
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Badeverbot aufgehoben

Gute Nachrichten für alle Wasserratten. Soeben - 13 Uhr - wurde das Badeverbot in Travemünde aufgehoben. Die Sonne scheint auch weiterhin, der Niederschlagsradar zeigt keine Echos in der Region.

Also: Ab ins Wasser!

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Sonntag, 6. August 2006 [hoch]
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Die "Finnstar" vor dem Skandinavienkai

Um 16 Uhr sollte sie am Skandinavienkai ablegen, die neue, 216 Meter lange "Finnstar". Von wo aus sollte ich sie fotografieren? Priwall? Eher nicht so gut wegen des Gegenlichts, wenn sich die Sonne auch zeitweilig hinter Wolken verbarg. Okay, also 'rauf auf den Alten Leuchtturm. 142 Stufen. Lächerlich... keuch!

Ich war da nicht allein mit der Kamera und war auch nicht der einzige, der auf die "Finnstar" wartete. Und wartete und wartete. Die Kommunikation mit dem Bodenpersonal war aber gut, und wir vernahmen den Ruf: "Sie kommt erst um halb sechs!".

Oh je, es war noch vor fünf. Um fünf wollte mein Sohn den Grill anwerfen und ich bereits zu Hause sein. Leichtes Leeregefühl in der Magengegend stellte sich ein.

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Die "Finnstar" und die "Grand Victoria"

Eigentlich hatte ich die "Finnstar" ja schon fotografiert, hinten am Skandinavienkai. Das müsste doch reichen - verhaltenes Magenknurren - aber andererseits war sie da so an den Kai gequetscht. Außerdem war es hier oben auf der Aussichtsgalerie sehr schön, meist schien die Sonne, der Wind gab angenehme Kühlung. Ich schaute mir die "Finnsailor" von oben an, dann kam "Caroline Russ" und schließlich mit gewohnter Pünktlichkeit "Nils Holgersson". Die "Finnstar" kam nicht, das Bodenpersonal meldete: "18 Uhr!" - Deutlich vernehmbares Magenknurren.

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Auf dem Weg nach Helsinki

100 Millionen Euro hat die Reederei Finnlines für die "Finnstar" auf den Tisch gelegt. Das mag erklären, warum sie sich wie eine Diva verhält und auf sich warten lässt.

Wenn sie erst um 18 Uhr ablegt, schoss es mir durch den Kopf, ist sie doch vor 18.20 Uhr nicht hier - lautes Magenknurren - und Leuchtturmwärterin Claudia Schmäing schließt um sechs Uhr den Turm ab! Das tat sie auch, tauchte aber kurz danach mit Keksen und Wasser auf der Galerie auf, und die verbliebenen sechs Besucher waren beeindruckt von diesem Service. - Der Löwe in meinem Magen legte sich langsam wieder hin. - Auch das alte Leuchtfeuer warf Claudia Schmäing noch an, und es funktioniert noch genauso wie vor 34 Jahren, als das "Maritim" den Job übernahm.

Und dann schob sich die Diva endlich um die Travebiegung am Skandinavienkai und bot unbestritten - Diva hin, Diva her - ein beeindruckendes Bild. Sie zog am Kreuzfahrtschiff "Grand Victoria" vorbei, das - immerhin vierzigjährig - wohl erst ein wenig neidisch auf das junge Ding schaute, sich dann aber dachte: "Pah, was weiß die schon vom Leben auf den Weltmeeren!".

Man sieht es der "Finnstar" an, dass sie stärker für den Passagierverkehr ausgelegt ist. Immerhin können 500 Fahrgäste auf ihr untergebracht werden. Vorn ist sie Wohnzimmer und hinten Laderaum. Auch die Ladekapazität wurde erheblich erhöht.

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Sonntag, 6. August 2006
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Noch immer: "Baden verboten"

Der Wind steht weiterhin steif auf Nordost. Bestes Sommerwetter! Aber leider auch beste Bedingungen für die Vermehrung der Blaualgen, die durch den Wind in die Lübecker Bucht hineingedrückt werden.

Manchmal sind gute Nachrichten eben schlechte Nachrichten. Die Regengebiete über Mecklenburg-Vorpommern ziehen zielstrebig an uns vorbei. Die würden die Ostsee abkühlen und das Algenwachstum hemmen.

Aber es gibt ja auch noch andere Dinge als Baden, die man im Sommer in Travemünde unternehmen kann:

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Das Theaterfoyer

Wo gibt es das denn noch, dass der Hauptdarsteller die Zuschauer vor der Vorstellung im Theaterfoyer abholt?! Hier bei uns in Travemünde. Das "Foyer" befindet sich zwischen den Strandkörben von Vermieter Aichholzer, gleich neben der "Abendkasse". Und dann geht es in den "Theatersaal": Hinten die Logen, die Strandkörbe, davor das Parkett, Strandstühle und Sitzkissen. Zwischen Bühne und Parkett lodert ein Lagerfeuer, an dem die Zuschauer Stockbrot backen können.

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Geschichten am Lagerfeuer

Und dann beginnt Antonio (Ulli Haussmann) seine Geschichte von der Entdeckung Amerikas zu erzählen: Von seinem Schwein Paolo, von den Kannibalen, der Züchtigung junger, wilder Hengste, Liebe in der Hängematte und, und, und... Amüsante Geschichten zum Schmunzeln und Lachen und auch ein wenig zum Nachdenken, wenn man mag.

Allmählich werden die langen Schatten von der Dunkelheit verschluckt, nur das Lagerfeuer spendet noch Licht, die Ostseewellen branden an den Strand (Doch! Gestern abend schon!) und im Hintergrund zieht die "Santa Maria" mit Kolumbus vorbei... ach nee, ist wohl doch eine Finnlines-Fähre.

Geschichten am Meer: Amüsant, kurzweilig, intelligent und im Hintergrund die Ostsee. Im August jeden Freitag und Samstag um 21 Uhr. Mehr zu den "Geschichten am Meer"

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Samstag, 5. August 2006,
Zweiter Eintrag
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Zwei rote Bälle: "Baden verboten"

Neben den Blaualgen hätte es wohl heute einen weiteren Grund gegeben, das Baden zu untersagen und zwei rote Warnbälle aufzuziehen: Bei Windstärke 6 bis 7 aus Nordost stellte sich leichtes Hochwasser ein (30 bis 40 cm über Normal) und in den schmaleren Strandabschnitten mussten die Strandkörbe schon etwas höher auf den Strand gezogen und vor der Ostseebrandung geschützt werden. Auch für geübte Schwimmer können bei diesen Windstärken die Unterströmungen sehr gefährlich werden.

Alteingesessene Strandkorbvermieter schauten heute etwas besorgt drein, denn sie erinnern sich noch sehr gut an die Nacht vom 27. auf den 28. August 1989. Ohne Vorwarnung war ein Sommersturm über die Ostsee gefegt. Wie es danach aussah, können Sie auf der Internetseite der Strandkorbvermietung Seipel sehen: www.seipels-koerbe.de/unwetter.htm. - Das ist aber für heute eher nicht zu befürchten, denn der Wind flaut allmählich ab.

Wie der NDR 2 in seinen Nachrichten nun aber auf die irrwitzige Formulierung kommen kann, der "Strand sei gesperrt" , ist mir ein Rätsel. Nix ist gesperrt. Aber das Baden ist untersagt.

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Samstag, 5. August 2006
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Heute gilt: Strandleben - ja, Baden - nein

Es ist keine wirklich gute Nachricht, dass Sie heute am Strand in Travemünde keine Strandabgabe bezahlen müssen. Der Grund dafür: Seit gestern um 17 Uhr herrscht Badeverbot. Blaualgenalarm. Auch andere Strände der Lübecker Bucht sind betroffen.

Wirklich gefährlich kann die "fädige Blaualge" kleinen Kindern werden, wenn sie das Wasser schlucken. Dies kann dann zu ernsthaften Magenverstimmungen führen. Auch Allergiker (Neurodermatiker und Asthmatiker) sollten das Badeverbot sehr ernst nehmen. Aber auch bei Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, kann das Baden in hoch blaualgenbelastetem Wasser zu unangenehmen Hautreizungen führen.

Blaualgenalarm kommt so schnell wie er auch wieder geht, aber "die Aussichten für heute sind nicht gut", sagt Strandkorbvermieterin Charlotte Seipel und beruft sich auf die Aussagen der DLRG heute früh. Der Wind steht weiterhin auf Nord bis Nordost, was leider normal ist bei so schönem Sommerwetter. Die Ostsee bräuchte jetzt eine regnerische Abkühlung und das Drehen des Windes auf West oder Süd. Das würde die Algenteppiche wieder aus der Lübecker Bucht hinaustreiben.

Normalerweise würde ich Ihnen jetzt die Internetseite www.algenreport.de empfehlen, um die Entwicklung weiter zu verfolgen. Das war mal eine gute, übersichtliche und aktuelle Internetseite. Aber jetzt scheint unsere Landesregierung da mal wieder Geld zu verbrennen, denn die Seite funktioniert nicht und aktuell ist sie schon gar nicht. Ich werde also versuchen, Sie aus lokalen Quellen weiterhin informiert zu halten.

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Freitag, 4. August 2006
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Die "Finnstar" am Skandinavienkai

Sie ist schon beeindruckend, die neue 216 Meter lange "Finnstar", die heute morgen in Travemünde angekommen und bis Sonntag hier zu bestaunen ist. Die "Finnstar" löst die "Finntrader" ab, und der Neuling hat auch einiges mehr zu bieten, sowohl im Fracht- wie auch im Passagierverkehr. Statt 3200 Lademetern bringt sie 4200 auf die Decks, kann bis zu 500 Passagieren unterbringen und sie erreicht Helsinki in 27 Stunden (bisher 36).

Wenn Sie sich nicht auf den Priwallwanderweg begeben wollen, wo die "Finnstar" jetzt zu besichtigen ist, dann sollten Sie am Sonntag um 16 Uhr dabei sein, wenn sie ausläuft. Später wird sie uns nur noch nachts beehren.

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Donnerstag, 3. August 2006
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Chaos von oben

Nun hat - wie die "Lübecker Nachrichten" berichten - der Krisengipfel der Veranstalter der Travemünder Woche zum Verkehrschaos am vergangenen Sonntag getagt. "Niemand hatte mit einem solchen Besucheransturm gerechnet", wird der Chef der Travemünder Woche, Claus Dieter Stolze, zitiert. Es mag ihm zu Gute gehalten werden, dass er in erster Linie für die Regatten zuständig ist und nicht für das, was an Land passiert. Diese Aussage ist nämlich an Naivität und Unwissenheit kaum zu überbieten.

Der Verkehrskollaps war seit Jahren vorhersehbar. Auch am vergangenen Samstag war das Chaos nicht viel geringer und dasselbe gilt für das erste diesjährige TW-Wochenende. Tumultartige Szenen spielten sich bei warmem Wetter (war ja nicht allzu häufig) auch in den vergangenen zwei Jahren um den Strandbahnhof herum ab. Und bereits am 28. Juli 2003 - das war der letzte Supersommer - haben wir hier im Travemünde .Netz dem "Stadtverkehr Lübeck" den "Schiefen Leuchtturm" verliehen für seinen unflexiblen und kundenunfreundlichen Einsatz. (Zur Tagebucheintragung vom 28. Juli 2003)

Es scheint den Organisatoren auch schlicht entgangen zu sein, dass die "Travemünder Allee" zwischenzeitlich geschlossen worden ist, und fast der gesamte Verkehr (abgesehen von der Ausfahrt über den "Howingsbrook", auf die dritte Möglichkeit will ich erst gar keinen scharf machen) über die Kreuzung Moorredder/Teutendorfer Weg abfließen muss. Das konnte nicht gut gehen. Hier sind dann wieder die einfachen Rechenarten angesagt: Eine Million Besucher, das können gut und gerne 250.000 Autos sein, aber der Fokus der Planer lag wohl mehr auf der einen Million.

Und nun prasselt es nur so an Verbesserungsvorschlägen und bei vielen lässt sich das ganz individuelle Eigeninteresse kaum verhüllen: Alle Autos auf die grüne Wiese vor Travemünde, fordert Frank Nagel, Direktor des "Arosa-Hotels". Was kommt aus Travemünde an Vorschlägen? Richard Schrader, Vorsitzender des Ortsrats Travemünde, meint, dass viel Chaos hätte vermieden werden können, wenn man die Ampeln abgeschaltet und die Verkehrsregelung Polizisten überlassen hätte. So sei man auch in der Vergangenheit schon mit hohem Verkehrsaufkommen in Travemünde fertig geworden. Wolfgang Büchtmann, Vorsitzender des Verkehrsvereins Travemünde hält zusätzliche Parkplätze außerhalb von Travemünde für unbedingt notwendig. Von dort müssten die Gäste dann mit zuverlässig verkehrenden - und er betont "zuverlässig" - öffentlichen Verkehrsmitteln in das innere Kurgebiet transportiert werden.

Na, ich hoffe, dass die Verantwortlichen nicht demnächst wieder vor der Million Besucher sitzen wie das Karnickel vor der Schlange. Da geraten einem die 250.000 Autos einfach mal so aus dem Blickfeld...

Ach so, das Foto oben... können Sie was erkennen, wenn sie es per Mausklick vergrößern? Im Vordergrund sehen Sie den Parkplatz am "Maritm", recht neben dem Leuchtturm die Trelleborgallee und ganz rechts oben noch ein Stück von der Außenallee.

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Mittwoch, 2. August 2006
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Grüner Flaum im Brügmanngarten

Zartes Grün regt sich im Brügmanngarten. Nach den Strapazen der Fußball-Weltmeisterschaft und der Travemünder Woche erholt sich der Rasen mit Hilfe der kürzlichen Regenfälle allmählich. Droht ihm im August weitere Gefahr?

Nein, eher nicht, das August-Programm ist rasenschonend. Vom 11. bis 13. August findet der St. Lorenz-Markt, das Travemünder Altstadtfest, rund um die St. Lorenz-Kirche statt. Das Programm ist leider noch nicht online, aber das wird sich ganz sicher in den nächstenTagen ändern: www.st-lorenz-markt-travemuende.de.

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Bouleturnier im Brügmanngarten

Als nächstes steht dann das 15. Boule Holstentorturnier im Brügmanngarten am 19. und 20. August auf dem Programm. Die "Boulistas" nutzen den Rasen nur zum Ausruhen. Ansonsten bevorzugen sie sandigen Untergrund.

Die "Compagnie de Boule", Lübeck, hat jetzt noch einen draufgelegt. Neben spanischen und französischen Spitzenspielern hat jetzt auch noch die dänische Nationalmannschaft zugesagt, wie der Organisator Reinhard Schwertfeger kürzlich berichtete. Also nochmals Weltklasse, denn die Dänen treten im Herbst bei der Weltmeisterschaft im französischen Grenoble an.

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Die "Shtandart"

Vom 24. bis 27. August wird es dann wieder ganz maritim bei der Baltic Sail Travemünde 2006.

Viele Traditionssegler laufen dann Travemünde an, darunter auch die russische "Shtandart", und auf allen Schiffen können Sie mitsegeln. Komplettiert wird das Ganze durch ein umfangreiches Landprogramm mit viel Musik, Kleinkunst und einem hochkarätigen Kunsthandwerkermarkt.

Travemünde im August: Abwechslungsreich und rasenschonend!

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Dienstag, 1. August 2006
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Höhnisch: Nächster Zug nach Lübeck 6.30 Uhr!!!

Herr Puschaddel, wo bleibt das "B"?

Was sich gestern Nacht - nach einer wunderschönen Travemünder Woche - nach dem Feuerwerk abspielte, spottet jeder Beschreibung: An der Kreuzung Bertlingstraße/Kaiserallee stand der Verkehr zeitweilig und immer wieder bis zu zehn Minuten still. Aus der Kaiserallee drängten Autos in die Bertlingstraße. Ortskundige wendeten mit quietschenden Reifen und rasten die Kaierallee wieder zurück. Aber es gab keine Schleichwege mehr - alles war dicht. Bis 1.45 Uhr, erst dann lichtete sich der Verkehr allmählich. Weit und breit kein Polizist in Sicht, der lenkend oder leitend eingegriffen hätte.

Klaus Puschaddel, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Lübecker Bürgerschaft, hat auf einer Diskussionsveranstaltung in Bezug auf die Ausweisung neuer Bauflächen für Hotels in Travemünde am 21.06.2006 gesagt: "Wer 'A' sagt, muss auch 'B' sagen." Richtig. - Herr Puschaddel ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismuszentrale (HLTS), die für das Landprogramm der Travemünder Woche verantwortlich zeichnet.

Zum wiederholten Male sage ich am Ende der Travemünder Woche: Wer eine Million Menschen nach Travemünde lockt, der muss auch dafür die Verantwortung übernehmen, dass die Gäste wieder nach Hause kommen.

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Dauerstau Bertlingstraße

Am Strandbahnhof sammelten sich nach Mitternacht Hunderte von Menschen - es mögen auch gut über 1000 gewesen sein - die nach Hause wollten. Ein kleiner einstöckiger Bus kam gegen halb eins - brechend voll, Pfiffige waren zur nächsten Haltestelle zurückgelaufen - und fuhr gleich durch. Das hob die Stimmung der Wartenden ganz enorm - und das waren weiß Gott nicht nur alkoholisierte Jugendliche! - und bei den ersten Rangeleien tauchte dann auch Polizei auf und verzog sich wieder in den Hintergund. Gegen ein Uhr kriegten sich immer mehr Leute in die Haare, und prompt waren vier Streifenwagenbesatzungen zur Stelle, die sehr ruppig für Ordnung sorgten. Erst um 1.10 Uhr konnte ich am "Fahrenberg" zwei leere Doppelstockbusse in Richtung Strandbahnhof fahren sehen.

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Wartende Menge am Strandbahnhof

Nach den mir vorliegenden und auch anderswo veröffentlichten Informationen hätte um 1.10 Uhr noch ein Sonderzug fahren sollen. Da kam kein Zug.

Der "Stadtverkehr Lübeck" versteckt sich ja nun schon seit Jahren hinter der Formel, man werde Sonderbusse "nach Bedarf" einsetzen. Wie das aussieht, konnte letzte Nacht wieder bewundert werden: Da geht viel zu Bruch, Polizisten dürfen ihre Köpfe für die Unfähigkeit der Organisatoren hinhalten.

Ich kann das Gesülze nicht mehr hören: "Sonderbusse kosten uns so und so viel Euro, das kann der 'Stadtverkehr' nicht finanzieren." Ja, mein Gott, dann muss man vielleicht mal einen Gang bei den vielen Sonderempfängen für die Ehrengäste der Travemünder Woche weglassen, vielleicht springt dabei das Geld für einen Sonderbus heraus.

Ein schönes Motto: "Klasse statt Masse". Aber die Macher der Travemünder Woche wissen ganz genau, dass sie ohne "die Masse" nicht auskommen. Doch die Masse wird, nachdem sie ihr Geld in Travemünde ausgegeben hat, nachts am Straßenrand abgeladen. - Das hat nichts mit hanseatischer Großzügigkeit zu tun, das hat keine Klasse, das ist kleinkarierter Provinzialismus. Mancher Gast mag sich abgezockt fühlen.

Was ist das für eine Politik?! Fast überall werden jetzt Parkgebühren erhoben, während das Parkleitsystem in den Sternen steht. Wegen der mangelnden Parkplätze - die obendrein noch durch riesig lange Schaustellerfahrzeuge dezimiert wurden - empfiehlt man öffentliche Verkehrsmittel. Aber die, die solche Empfehlungen aussprechen, sind nicht fähig, den öffentlichen Verkehr zu organisieren.

Die Organisatoren haben eine schöne Travemünder Woche mit den Händen aufgebaut. Aber sie laufen Gefahr, sie sie mit dem Hintern wieder umreißen. - Herr Puschaddel, wo bleibt das "B"?

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